Perplexity sichert sich wegweisende 750-Millionen-Dollar-Microsoft-Azure-Cloud-Partnerschaft und diversifiziert damit seine KI-Infrastrukturstrategie

January 30, 2026
Perplexity,Microsoft
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Zusammenfassung der Nachrichten

Das KI-Startup Perplexity hat eine wegweisende Vereinbarung über Cloud-Dienste im Wert von 750 Millionen US-Dollar mit Microsoft abgeschlossen, was eine bedeutende Expansion über seine primäre Partnerschaft mit Amazon Web Services hinaus darstellt. Die am Donnerstag (Ortszeit) angekündigte Dreijahresvereinbarung positioniert Microsofts Azure als wichtigen Infrastrukturanbieter für das schnell wachsende KI-Suchunternehmen und intensiviert gleichzeitig den Wettbewerb auf dem Cloud-Dienstleistungsmarkt.

Strategische Partnerschaft erweitert den Zugang zur KI-Infrastruktur

Die umfassende Vereinbarung ermöglicht es Perplexity, künstliche Intelligenzmodelle über den Foundry-Dienst von Microsoft bereitzustellen, darunter hochmoderne Systeme von OpenAI, Anthropic und xAI. Dieser Multi-Vendor-Ansatz spiegelt die Strategie des Startups wider, seine KI-Fähigkeiten zu diversifizieren und die Abhängigkeit von einem einzigen Technologieanbieter zu verringern.

Die Partnerschaft stellt einen strategischen Gewinn für Microsoft dar, da das Unternehmen bestrebt ist, Azure als erste Anlaufstelle für die Entwicklung von KI-Anwendungen zu etablieren. Microsoft CEO Satya Nadella betonte während der jüngsten Gewinnmitteilungen, dass Kunden im Rahmen ihrer KI-Workloads Zugang zu mehreren Modellen erwarten, was die Bedeutung dieses Multi-Partner-Ökosystemansatzes unterstreicht.

Aufrechterhaltung der Multi-Cloud-Strategie inmitten rechtlicher Herausforderungen

Trotz der erheblichen Verpflichtung gegenüber Microsoft hat Perplexity bestätigt, dass es seine Ausgaben bei Amazon Web Services nicht reduziert hat, das weiterhin sein primärer Cloud-Infrastrukturanbieter ist. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, dass AWS weiterhin der bevorzugte Cloud-Infrastrukturanbieter von Perplexity sei und in den kommenden Wochen weitere Expansionsankündigungen erwartet würden.

Der Zeitpunkt dieser Vereinbarung ist angesichts der anhaltenden rechtlichen Spannungen zwischen Perplexity und Amazon besonders bemerkenswert. Im November reichte Amazon eine Klage gegen Perplexity wegen dessen "agentenbasierter" Einkaufsfunktion ein und behauptete, das Startup habe heimlich auf Amazon-Kundenkonten zugegriffen und automatisiertes Kaufverhalten als menschliche Aktivität getarnt. Perplexity hat die Maßnahmen von Amazon als Schikane und Bedrohung für die Nutzerwahl bezeichnet.

Branchenkontext und Wettbewerbspositionierung

Die Vereinbarung unterstreicht den intensiven Wettbewerb im Bereich der KI-Suche, wo Perplexity auf namhafte Konkurrenten wie Google und OpenAI trifft. Mit einem Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar im September 2025 steht Perplexity unter erheblichem Druck, seine Infrastruktur schnell zu skalieren, um seine Wettbewerbsposition in der sich entwickelnden Suchlandschaft zu behaupten.

Das Startup hat laut CEO Aravind Srinivas "Hunderte von Millionen" an AWS zugesagt, der zuvor auf AWS-Konferenzen davon sprach, "vollständig" auf Amazons Cloud-Plattform zu setzen. Die Microsoft-Vereinbarung stellt eine kalkulierte Diversifizierungsstrategie dar und keine vollständige Migration.

Marktauswirkungen für Cloud-Dienste

Diese hochkarätige Vereinbarung spiegelt breitere Trends in der KI-Infrastruktur wider, bei denen Unternehmen zunehmend Multi-Cloud-Strategien verfolgen, um auf verschiedene KI-Modelle zuzugreifen und Vendor-Lock-ins zu vermeiden. Die Vereinbarung unterstreicht die aggressive Bemühung von Microsoft, Azure als wesentlichen Knotenpunkt für wachstumsstarke KI-Startups zu etablieren.

Die Partnerschaft zeigt auch die wachsende Bedeutung des Zugangs zu KI-Modellen bei der Differenzierung von Cloud-Diensten. Durch das Angebot von Modellen führender KI-Unternehmen positioniert sich Microsoft als umfassende KI-Plattform und nicht nur als Cloud-Infrastrukturanbieter.

Ausblick

Da KI-Startups weiterhin schnell skalieren, werden Multi-Cloud-Strategien für den Zugang zu verschiedenen Technologien und die Aufrechterhaltung der operativen Flexibilität unerlässlich. Die Vereinbarung zwischen Perplexity und Microsoft signalisiert eine neue Phase im Cloud-Wettbewerb, in der der Zugang zu und die Bereitstellung von KI-Modellen ebenso wichtig werden wie traditionelle Infrastrukturdienste.

Für Perplexity bietet die Vereinbarung entscheidende Redundanz und erweiterte KI-Fähigkeiten im Wettbewerb mit Tech-Giganten bei der Neugestaltung der Online-Suche. Die Fähigkeit des Unternehmens, Partnerschaften mit mehreren großen Cloud-Anbietern aufrechtzuerhalten und gleichzeitig rechtliche Herausforderungen zu meistern, zeigt die komplexen Dynamiken, die die Landschaft der KI-Branche prägen.