Silizium-Giganten vereinen sich: Metas 50-Milliarden-Dollar-Wette auf NVIDIA, die die KI-Infrastruktur-Karte neu zeichnet

February 19, 2026
NVIDIA,Meta
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Meta und NVIDIA schmieden bahnbrechende KI-Infrastrukturpartnerschaft im Wert von zig Milliarden

17. Februar 2026 (Eastern Time) — In einer Transaktion, die Analysten als die größte einzelne Infrastrukturverpflichtung in der Geschichte der Halbleiterindustrie bezeichnen, gaben Meta Platforms und NVIDIA Corporation eine mehrjährige, multigenerationale strategische Partnerschaft bekannt, um Millionen von NVIDIA-Prozessoren im globalen KI-Rechenzentrumsnetzwerk von Meta einzusetzen.

Das Ausmaß des Deals

Die Vereinbarung verpflichtet Meta zum Einsatz von Millionen von NVIDIAs Blackwell (GB300) und Vera Rubin GPUs der nächsten Generation – sowohl für die aktuelle Generation als auch für die kommende Rubin-Architektur, die für die Massenproduktion im H2 2026 geplant ist.

Entscheidend ist, dass Meta damit zum ersten Mal NVIDIAs Grace CPUs als eigenständige Prozessoren einsetzen wird, um allgemeine und agentenbasierte KI-Workloads zu betreiben, die keine dedizierte GPU erfordern. Ian Buck, VP und GM von Hyperscale & HPC bei NVIDIA, erklärte während einer Pressekonferenz vor der Ankündigung am Dienstag, dass Grace eine 2-mal höhere Leistung pro Watt bei Backend-Rechenzentrum-Workloads im Vergleich zu herkömmlichen x86-Architekturen liefert. Erste Ergebnisse aus Metas Tests der Vera CPU der nächsten Generation zeigten ebenfalls „sehr vielversprechende“ Ergebnisse.

Der Deal umfasst außerdem NVIDIAs Spectrum-X™ Ethernet-Netzwerk-Switches, die in Metas Facebook Open Switching System (FOSS) Plattform integriert werden – und vertieft die Partnerschaft weit über reine Siliziumchips hinaus in einen vollständigen Netzwerk- und Infrastruktur-Stack.

Finanzielle Dimension

Obwohl keines der Unternehmen einen offiziellen Dealwert bekannt gab, kommentierte Chip-Analyst Ben Bajarin von Creative Strategies am Dienstagabend (Eastern Time): „Der Deal liegt definitiv im Bereich von zig Milliarden Dollar. Wir gehen davon aus, dass ein guter Teil von Metas Investitionsausgaben in diesen NVIDIA-Ausbau fließen wird.“

Unabhängige Analysen deuten darauf hin, dass die Gesamtverpflichtung bis zu 50 Milliarden US-Dollar erreichen könnte. Eine grobe Berechnung – bei über 3,5 Millionen US-Dollar pro Rack ergeben eine Million GPUs allein etwa 48 Milliarden US-Dollar. Die Partnerschaft steht im Einklang mit Metas prognostizierten Investitionsausgaben für 2026 von 115–135 Milliarden US-Dollar, fast das Doppelte der Ausgaben für 2025, eine Zahl, die das Unternehmen im Januar 2026 bekannt gab.

Meta macht derzeit etwa 9 % des Gesamtumsatzes von NVIDIA aus. Die Chips werden sowohl in Metas eigenen Rechenzentren als auch über NVIDIA Cloud Partner wie CoreWeave und Crusoe eingesetzt, die NVIDIA-Hardware für Dritte hosten.

Strategische Begründung: Von der Beschaffung zur tiefen Integration

CEO Mark Zuckerberg formulierte die erweiterte Partnerschaft im Hinblick auf Metas langfristige KI-Ambitionen: „Der Deal setzt unseren Vorstoß fort, jedem auf der Welt persönliche Superintelligenz zu liefern“ – eine Vision, die er im Juli 2025 öffentlich dargelegt hat.

NVIDIA CEO Jensen Huang unterstrich die Einzigartigkeit von Meta als Einsatzpartner: „Niemand setzt KI in Metas Größenordnung ein – der die Spitzenforschung mit industrieller Infrastruktur integriert, um die weltweit größten Personalisierungs- und Empfehlungssysteme für Milliarden von Nutzern zu betreiben.“

Die Partnerschaft umfasst On-Premises-, Cloud- und KI-Infrastruktur, wobei Meta Hyperscale-Rechenzentren baut, die sowohl für das KI-Training als auch für die Inferenz optimiert sind. Durch tiefes Co-Design über CPUs, GPUs, Netzwerke und Software hinweg wird dies als Full-Stack-Plattform-Verpflichtung positioniert – kein einmaliger Hardwarekauf –, der darauf abzielt, Metas KI-Anwendungen über WhatsApp, Instagram und Facebook zu betreiben.

Marktreaktion

Die Ankündigung löste eine sofortige Marktreaktion aus. Die Aktie von NVIDIA stieg im frühen Handel am Mittwoch, dem 18. Februar (Eastern Time), um mehr als 5 % und steigerte damit ihre Marktkapitalisierung um Hunderte von Milliarden Dollar. Auch die Meta-Aktien stiegen im nachbörslichen Handel am Dienstag.

Im Gegensatz dazu fiel die AMD-Aktie aufgrund der Nachricht um etwa 4 % – ein direktes Signal für den Wettbewerbsdruck, den der Meta-NVIDIA-Deal auf NVIDIAs Hauptrivalen im Markt für KI-Beschleuniger ausübt. Die Aktie von NVIDIA selbst ist im Jahresverlauf angesichts breiterer Marktbedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit von KI-Ausgaben leicht gefallen, was diesen Deal zu einem bedeutenden Stimmungsaufheller macht.

Wettbewerbskontext und langfristiger Ausblick

Der Deal signalisiert keine Exklusivität. Meta betreibt weiterhin eine beträchtliche Flotte von AMD Instinct GPUs und war direkt an der Entwicklung der kommenden Helios-Rack-Systeme von AMD beteiligt. Im November 2025 gab es Berichte, dass Meta Gespräche mit Google über die Nutzung seiner TPU-Chips für bestimmte KI-Workloads geführt hatte.

Mit Blick auf die Zukunft stellt Metas eigenes Inhouse-Chip-Programm eine wichtige Variable dar:

  • MTIA-2 – in Produktion, voraussichtlich im H1 2026
  • MTIA-3 – Nachfolger der nächsten Generation, erwartet im H2 2026

Jede wesentliche Verlagerung von Metas Kapitalallokation von NVIDIA-Hardware hin zu eigenen Chips würde genau beobachtet werden als Test für die langfristige Haltbarkeit des Deals.

Für NVIDIA bietet die Partnerschaft einen massiven, mehrjährigen Umsatzanker und dient gleichzeitig als groß angelegtes Erprobungsfeld für seine Arm-basierte Grace CPU-Plattform gegen das etablierte x86-Ökosystem. Die von Analysten genannten primären kurzfristigen Ausführungsrisiken umfassen Engpässe in der Lieferkette bei High Bandwidth Memory (HBM4) und fortschrittlichen Flüssigkühlsystemen, da die Produktion von Blackwell bis Rubin im Laufe des Jahres 2026 umgestellt wird.